Home Georg-Elser-Reihe 2009
Freitag, 6. November, 18 Uhr

Filme zu Georg Elser

Akademie der Bildenden Künste, Neubau
(nahe der Wohnung Elsers in der Türkenstr. 94)

Unkostenbeitrag: 3,00 €

„Nein! Zeugen des Widerstands in München 1933 - 1945“
(Ausschnitt) von Katrin Seybold
Die Spezialität der Filmemacherin ist die Befragung von Zeitzeugen. In diesem Filmausschnitt erzählt der pensionierte Verwandte Hans Elser aus Heidenheim, wie er mit Georg Elser musizierte und was er für ein Charakter war.






„Der Attentäter“ von Rainer Erler (Dokumentarspiel)

30 Jahre nach dem Attentat im Bürgerbräukeller, kurz nachdem der Historiker Lothar Gruchmann die Verhörprotokolle Elsers gefunden hatte, nach vier Jahren Vorarbeit, wurde Erlers Film im Fernsehen gezeigt. Elsers Tat wurde zu dieser Zeit noch totgeschwiegen oder war von Gerüchten umgeben: Der englische Geheimdienst stecke dahinter oder gar die Nazis selber.

Erler fand im Schauspieler Fritz Hollenbeck einen congenialen Elser-Darsteller, der freilich schwäbisch synchronisiert werden mußte. Der Film wurde ausgezeichnet mit dem Adolf-Grimme-Preis, dem Preis der DAG in Gold und der goldenen Kamera. „Der Attentäter“, selten gespielt, kommt der Person und Tat Elsers sehr nahe. Der Filmemacher, Regisseur und Produzent Rainer Erler, der immer wieder gesellschaftlich brisante Themen aufgegriffen hat, lebt in Perth/Australien und in Oberbayern.

Georg Elser



Georg Elser - Einer aus Deutschland“

von Klaus Maria Brandauer (Spielfilm)

Die Presse nannte Brandauers erste Regiearbeit, in der er gleichzeitig die Hauptrolle spielte, „bedingt spannend“. 50 Jahre nach dem Elser-Attentat kam der Brandauer-Film ins Kino. Brandauer interpretierte den schweigsamen Kunstschreiner von der Schwäbischen Alb als schneidigen Kerl und Frauenverführer.

Er dichtete ihm einen Helfer an und ließ ihn im Zug und nicht an der Schweizer Grenze festnehmen. Brandauers Verdienst ist es jedoch, Elsers Namen in den Titel seines in der Türkenstrasse gedrehten Films genommen zu haben. Denn noch immer wissen viele nicht, wer Elser ist, wohingegen das Bürgerbräu-Attentat ihnen gewärtig ist. Brandauers Stärke als Schauspieler sind zwielichtige Gestalten oder echte Bösewichter (Wallenstein, Mephisto). Wie er den aufrechten Elser interpretiert, möge das Publikum entscheiden.


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